Erdbeerzeit…

Was macht man an einem Wochenende, an dem der langersehnte Regen kommen soll? Genau! Man bleibt bei seinem Plan und geht Erdbeeren pflücken. Ein tolles Ereignis, wenn man sich mit drei Familien und über drei Generationen treffen will und Spaß haben möchte. Schon aus den Rödelheimer Zeiten ist uns der Bauer Lipp ein Begriff. Die Spargel- / Erdbeerbude direkt neben der Post hat uns zur Saison gut versorgt und wir konnten uns an beidem kaum satt essen.

Wie? „Schon“ Erdbeeren pflücken? Ist es denn so weit? Nunja…die letzten Wochen waren ziemlich warm und auch die „Gespinstermotten“ sind dieses Jahr wohl schon 6 Wochen früher am spinnen als gewöhnlich – warum also nicht? Wir treffen uns an einem Feld mit den anderen beiden Familien und legen los:

Der Begriff Strohberry *äh* Strawberry 😉 bekommt beim Betreten des Feldes eine neue Bedeutung. Da stehen wir also, in einem riesigen Feld – fast alleine und können unseren Augen kaum glauben. Erdbeeren…üüüüberall! Wir fühlen uns wie im Schlaraffenland (Mannomann, wir Stadtmenschen sind schon mit den einfachsten ländlichen Dingen zu beeindrucken!). Und von wegen „die sind vielleicht noch nicht reif?!“.Gewappnet mit Körben und Sammlertrieb, Entdeckungsdrang und Lust auf Süßes startet unser Nachmittag.

Naja, das mit den Körben war dann wohl doch keine so gute Idee.

1. bei 10 Kilo Erdbeeren sieht die unterste Schicht dann nicht mehr ganz so gut aus (ist wie mit der Tiefseefischerei)

2. der Lieblingskorb sieht nach Entleeren aus, als habe er einen blutigen Kampf hinter sich – da hilft auch das untergelegte Zeitungspapier nicht wirklich

Mit vollen Mägen und Körben, einem leeren Geldbeutel und dem unbeschreiblich tollen Gefühl, die leckersten Erdbeeren aller Zeiten gesammelt zu haben, verabschiedeten wir uns von der netten Verkäuferin, dem Feld und dem Wochenende…(natürlich mussten wir auch Spargel mitnehmen – geht ja auch gar nicht anders)

Übrigens: wir sahen alle ziemlich erdbeerverschmiert aus. Uns konnte man ansehen, dass wir nicht nur gesammelt, sondern auch genascht haben. Sogar das Monster auf Nachwuchs´s Pulli hatte am Ende „blutige Zähne“ 😉

Wenn ihr also mal einen aussergewöhnlichen Tag wollt, packt eure Familien ein, ruft eure Freunde an, bewaffnet euch mit Körben und geht sammeln bzw. ernten. Ich verspreche euch, ihr werdet von den „leckersten Erdbeeren in eurem Leben“ erzählen. In und um Frankfurt hat Bauer Lipp (siehe link oben) gut erreichbare Felder, wo anders hilft euch sicher das Netz weiter

Und was macht man mit soooo vielen Erdbeeren? Man lädt noch mehr Familie ein und trommelt eine Horde hungriger Kinder zusammen…und wenn man wie wir, soooo viele Erdbeeren gesammelt hat (die Gier war zu gross – und das ist gut so!), dann köchelt man den Rest mitten in der Nacht ein, stellt fest, dass man nur zwei Einmachgläschen hat und nimmt als Ersatz die sechs Gläser samt Deckel der Joghurtmaschine (zum baldigen Verzehr).

Und dann bleiben immer nochein Paar Beeren übrig – und die landen auf einem gewöhnlichen Tortenboden, der zuerst mit Vanillepudding beschmiert wird und anschließend mit Tortenguss überdeckt.

…und das in ordentlicher Menge, damit auch die Nachbarn und der anschließende Besuch sich erfreuen kann 🙂

GUTEN APPETIT!

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Erdbeerzeit…

  1. Ach, wie toll, richtige Erdbeeren… hier gibt’s nie gute, die schmecken alle wie nasse Watte. )=

  2. Einfach genial – hier kann man noch nicht selbst pflücken, aber die Kinder hibbeln schon.

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