mit einem Fuss in 2014

Ein Schreckensszenario ist es wohl, kurz vor eins Mittags am Silvesternachmittag auf die Idee zu kommen, einkaufen zu gehen. Mit schnellen Schritten flitze ich gen Tegut (wenn ich es nicht schaffe, werden wir wohl, wie alle anderen in den meterlangen Warteschlangen, am Feiertag verhungern!).

Auf den Straßen ein etwas rauer Wind…ob das wohl noch was mit dem Schnee wird diesen Winter?

Vor mir zwei Prototypen der gefürchteten Kanacken – zweimeter mal zweimeter Schränke, gestylte pechschwarze Haare und einen Schritt, der in den Genen liegen muss und von allen anderen wohl antrainiert werden müsste. Zwei Menschen reichen, um eine ganze Straße zu blockieren.

Kurz bevor ich sie überhole, schmeißt einer der beiden eine brennende Restkippe auf den Boden.

Ich überlege, ob ich wieder sheriff spielen soll – in den vergangenen letzten Jahren habe ich beim Spielen dieser Rolle mehr Glück als Verstand gehabt. Sollte ich wohl mein Glück noch am letzten Kalendertag herausfordern?

„Hey“ sage ich – und mein Mundwerk ist schneller als meine Vernunft „Du hast mir die Kippe gerade auf den Schuh geschmissen!“ (das stimmte so natürlich nicht ganz aber meine pädagogischen Bemühungen sollten sich natürlich mit dieser Dramatik lohnen).

„Oh sorry!“ – sagt der Kippenschmeißer und er meint es aufrichtig.

Diese Gelegenheit muss ich natürlich nutzen;

„….außerdem stehen hier überall Mülleimer!“

Nun ergreift sein Freund das Wort: „Er hat sich doch entschuldigt?!“

„Trotzdem stehen hier überall Mülleimer!“…..irgendwie doof – denke ich, das kann es doch nicht gewesen sein? Ich zücke meinen ich-habe-Kinder-Poker:

„Gut, dass mein kleiner Sohn nicht da ist, der hätte jetzt gefragt, warum ihr das auf den Boden werfen dürft und er nicht“

Hmmm…denke ich, hat zwar nicht so gesessen aber was soll´s.

„Hast Du noch nie was auf den Boden geworfen??“ fragt einer der Schränke mit einer Stimme, die so recht nicht zu seinem Äußeren passen will.

„Doch …. sicher!“….oh oh ich werde doch nicht stocken? „Aber jetzt mache ich das nicht mehr!“

Habe ich das wirklich gesagt? Ja!

….

„Vielleicht machen wir das jetzt auch nicht mehr…“ sagt der andere…. und „frohes neues Jahr“….und „alles Gute!“

Und die meinen das ernst! Vielleicht sogar als Vorsatz für´s neue Jahr.

Im Gegensatz zu allen langen Gesichtern betrete ich Tegut mit einem Lächeln …

Ich wünsche allen meinen LeserInnen einen guten Rutsch ins neue Kalenderjahr, habt eine wunderschöne Zeit!

Eure Ö

20131231-194256.jpg

Advertisements

2 Kommentare

Eingeordnet unter Anekdötchen, im Hirn von Frau Ö, Uncategorized

2 Antworten zu “mit einem Fuss in 2014

  1. Ute

    Schön, mutig, gutes neues Jahr.

  2. Hallo Sheriff Ö, ich freue mich über jedeweitere Häkeltante, die auch mal den Mund aufmacht. Denke immer wieder, ob ich für meine Impulsivität mal richtig Ärger bekomme (manchmal schweige ich auch lieber, aber das macht die Mundwinkel so hässlich auf Dauer 😉 Schönes neues Jahr mit viel Bonanza!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s