last 10 days of Ramadan 2014

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Dass der Monat Ramadan eines der 11 Mondmonate ist, welches die Muslime durch Enthaltsamkeit zwingt, einen anderen Rhythmus einzunehmen, ist wohl unumstritten.

Hier in Deutschland war das Fastenbrechen nach 21:30 Uhr (gefastet wird von der Morgendämmerung -kurz vor vier in der Nacht- bis zum Sonnenuntergang)!

Bis dahin also heißt es, alle Vorgaben einzuhalten: nichts essen, nichts trinken, sexuelle Enthaltsamkeit, nicht rauchen (was vor allem Muslime ohnehin nicht machen sollten), Achten auf Wort, Tat und Schrift….- dies gilt für alle, die erwachsen und gesund sind. Schwangere, stillende Frauen, kranke und alte Menschen sind – wie auch Kinder – vom Fasten ausgeschlossen.

In Ländern mit hohem muslimischen Anteil ist es der „Ruhemonat“, der notwendig ist, spirituell aufzutanken. Oft ist es so, dass wenn der Arbeitgeber selbst praktizierender Muslim ist, andere Arbeitszeiten gelten. Alternativ wird morgens gearbeitet und man hat den Nachmittag frei, um evtl. auch am Abend noch einige Stunden zu arbeiten.

Ich finde es gut!

Dass man einfach mal den Alltagstrott über die Runde werfen kann….dass man im „Standbymodus“ ist….

Es ist die Zeit der Muße….ein jeder, der kreativ ist weiß, dass dies lebensnotwendig für Ideen ist.

Wir leben in einer Zeit, in der es immer schwerer wird, „abzuschalten“. Ständige Erreichbarkeit, ständiges -online-, ständiger Termindruck, Freizeitstress… und da tut es einfach mal gut, dem Körper und der Seele ein „heute geschlossen“-Schild an die Türe zu hängen.

 

Die letzten 10 Tage des Fasten- und Besinnungsmonats Ramadan sind angebrochen. Früher wurde diese Zeit genutzt, um i‛tikāf zu machen.

Al-’i‛tikāf bedeutet: „In der Moschee mit einer besonderen Absicht zu bleiben, nämlich Gottesdienste zu verrichten“. Die Rechtsgelehrten sind darin einig, dass es erlaubt und erwünscht ist. Abū Dawūd erzählte über den Imam Ahmad, dass dieser sagte: „Von allen Gelehrten weiß ich lediglich, dass es sunnah ist.“ Al-Zahrī, Allah sei ihm gnädig, sagte: „Es ist zu bewundern, dass die Muslime nicht mehr al-’i‛tikāf machen, obwohl der Prophet, Allahs Frieden und Wohlgefallen auf ihm, von seiner Ankunft in der Madīna bis zu seinem Tod al- ’i‛tikāf nie unterließ.“ (Quelle: http://fataatalkhayr.wordpress.com)

I‛tikāf ist sozusagen die spirituelle Muße…

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Eingeordnet unter im Hirn von Frau Ö

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